Brasiliens Region Ceará ist schon länger für die starken Passatwinde bekannt, aber Jericoacoara (wie auch Preá) nimmt für sich noch zusätzlich eine Sonderstellung ein. Die Küste verläuft nicht von Südost nach Nordwest, sondern parallel zum Äquator von Ost nach West und so treffen die Passatwinde ohne Hindernisse direkt auf die Küste Cearas! Die beste Reisezeit für Wellenliebhaber ist von ca. Oktober bis Dezember. In den Monaten Juli bis September sind die Wellen deutlich niedriger, der Wind ist aber fast genauso stark und sicher, denn die beste Windzeit ist von Juli bis Januar. Der Wind kommt schräg ablandig von rechts. Der größte Teil des Jeristrandes liegt in der Windabdeckung, sodass vor allem bei Flut der Wind direkt vor der Station böig ist. Er beginnt morgens schwach und steigert sich bis Mittag. Wenn der Wind seine volle Stärke entfaltet hat, weht er fast täglich mit bis zu 6 Bft. Durch die Küstenlinie ergibt sich eine Bucht, die den Surfern auch bei starkem Wind und Wellen viel Sicherheit gibt. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die starke Strömung durch die Gezeiten, was das Höhelaufen mit kleinen Boards nicht ganz einfach macht, aber das Rettungsboot ist dann auch zur Stelle und sammelt die abgetriebenen Surfer wieder ein. Wer sich nicht mit dem Boot abholen lassen will, erreicht auf Halbwindkurs immer den Strand und kann zu Fuß zurückkommen. Wenn abends der Wind etwas nachlässt, vor allem bei Flut im Uferbereich, ist mit einer Windabdeckung zu rechnen. Der Stehbereich bei Ebbe ist relativ groß, bei Flut kann das Wasser zum Teil bis zur Station reichen, was dann den Ausstieg nicht ganz einfach macht. In den Monaten Oktober bis Dezember sollte man auf jeden Fall den Wasserstart sicher beherrschen. Ideal ist das Revier für Wellenein- und aufsteiger, denn die Wellen brechen zwar im Uferbereich, aber sehr weich, sodass auch Waschgänge völlig ungefährlich sind. Die Wellen sind sehr lang laufend, also ideal zum Abreiten und Springen. Neben dem Windsurfen kann man in Jeri auch kiten. Damit sich Windsurfer und Kiter nicht in die Quere kommen, darf nur hinter der Düne gekitet werden.
Könnensstufe Juli bis Mitte Oktober: 1-6